Miteinander reden

Wer es nicht schafft, seine Meinung sachlich, mit Fakten untersetzt und vor allem anschließend auch dem Gegenüber zuhörend zu vermitteln, sollte sich vor den nächsten Gesprächen erst einmal einen „Kommunikationsleitfaden für Gespräche in sozialen Gruppen“ organisieren, durchlesen, verstehen! und anschließend auch anwenden. Das macht das Reden miteinander – über die die unterschiedlichsten Probleme und Ansichten – um ein Vielfaches einfacher und vor allem angenehmer und konstruktiver.

Zeitpunkt der eigenen Meinungsäußerung

Wer seine Meinung (lautstark) zu einem Thema äußert, sollte auch genug Ahnung/Wissen darüber haben. Ansonsten kann dieser zu Recht als unwissender Schreihals angesehen werden.

Und wie schon in einem vorhergehenden Beitrag ähnlich erwähnt: Wissen bedeutet „Faktenwissen“ und nicht „Vermutung“ oder „pauschalisiertes Nachreden“ zu erfolgten Einzelfällen.

Neue Fakten können ein liebgewonnenes, einfaches schwarz-weißes Weltbild verzerren und in grau oder sogar bunt verwandeln. Dies bedeutet dann jedoch eine zwangsweise Einzelfallbeschäftigung (Einzelfälle sind sozusagen die Abstufungen zwischen den Farben Schwarz und Weiß). Für diese Umständlichkeit ist beim Schreihals allerdings keine Lust vorhanden. Vor allem bzw. gerade wenn es sich um ein Thema handelt, das von vorn herein Ängste schüren kann und das (gemeinschaftliche) Verstecken hinter gut klingenden Pauschalaussagen die so angenehm gemütliche, schon vorgefertigte primäre Handlungsalternative ist.

Glauben vs. Wissen

Wissen bedeutet nicht Glauben, denn Glauben bedeutet Vermutung. Wissen wird fälschlicherweise jedoch sehr häufig durch Ansichten verbreitet, die nur auf Glauben basieren. Zudem wird Glauben auch gern durch das Pauschalisieren von Einzelfällen zu Fakten deklariert. Damit sind Konflikte vorprogrammiert.

Ziele setzen mit integriertem Stillstand

Denke jeden Morgen an das, was Du (langfristig) erreichen willst und höre erst auf damit, wenn Du sicher bist, es erreicht zu haben.

Setze Dir aber immer mehrere Ziele, damit Du nie zum Stillstand kommst und immer neue Ziele erreichen kannst und nicht in Selbstzufriedenheit stagnierst.

PS: Stillstand zum Nachdenken oder um einfach mal zur Ruhe zu kommen ist ein anderer Stillstand, der einen ganz festen Platz im Alltag finden muss, damit die gewünschten Ziele auch mit voller Energie erreicht werden können.

Individualität

Ich habe mal für eine Weile bei dem Helene Fischer-Konzert auf ZDF reingesehen.

Fazit: Durchchoreografiert bis zur letzten Sekunde, so dass nur noch eine perfekte Show ohne Individualität übrig bleibt. Es würde mich nicht überraschen, wenn irgendwann bekannt wird, dass hier nur perfekt programmierte Roboter zu sehen waren.

Individualität bedeutet, dass bei all dieser Planung dennoch – während der Song-Performance – auch noch Platz für etwas Spontanes bleibt. Dinge, die das Menschliche ausmachen. Dinge, die einen zum Schmunzeln verleiten und nicht nur ein dauerndes „Wow“ abringen.

Gewalt erzeugt nur Gegengewalt – Kann so eine humanistische Weltanschauung, die in diesem Teufelskreis gefangen ist, siegen?

Das hatte ich übrigens schon vor genau zwei Jahren geschrieben:

Solange grob unterschiedliche Weltanschauungen aufgrund ihrer indoktrinierten Glaubenssätze keine anderen Meinungen bezüglich ihrer eigenen Handlungen zulassen, kann es gar keinen Frieden geben. Einfach deshalb, weil für diese Gruppen in diesem Fall keine sozialen Grundsätze gelten, dass alle Menschen gewaltfrei miteinander und nicht gegeneinander leben sollen. – Ich habe Recht und Du nicht. Keine Diskussion, sonst ist Deine (unsägliche) Existenz durch mich in Gefahr – und zwar weil ich Recht habe. – Da haben sie einen der Grundgedanken unseres Großen Ganzen nicht mal ansatzweise verstanden und diskreditieren sich so ganz natürlich, mit ihnen gemeinsam leben zu wollen. Allerdings: wer nun dem „Drohenden“ Böses tut, dem wird auch Böses widerfahren. Damit schließt sich der Teufelskreis.

Unendliches Leid anhand eines Bildes

Diese „Auswirkung“ konnte nur geschehen bzw. geschieht tagtäglich, weil machtbesessene Menschen ihre Meinung nur mit Gewalt verteidigen können und man diesem Gemetzel entkommen will. Mir kommen dabei jedes Mal die Tränen (vor allem als Vater). Wir sollten unser Gemecker über alle möglichen, definitiv viel kleineren Probleme wirklich relativieren, wenn das Leben so tragisch sein kann, dass beim Versuch, kriegsfreies Land zu erreichen, Frau und Kinder sterben. Und falls man es schaffen sollte, gibt es zur Begrüßung eine ätzende Minderheit, die einen genau dahin wieder zurückschicken will. Widerlich!

Zum ursprünglichen Beitrag: http://www.blick.ch/news/ausland/er-kannte-nur-krieg-und-elend-das-todtraurige-leben-von-aylan-3-id4132330.html