Welches Ausmaß an Gemeinschaft möchte jeder von uns?


Bei einer verbindlich und von „höchster Stelle“ formulierten Frage, ob man als einzelne Person für oder gegen den Verbleib in einer noch größeren Gemeinschaft ist, muss vorher unbedingt klar sein, wofür diese Gemeinschaft objektiv steht und was sie dem Einzelnen für objektive und subjektive Vorteile bringt. Ansonsten führt eventuelles Unwissen möglicherweise zu einer aggregierten Fehlentscheidung, die im Nachhinein – aufgrund des Unwissens – nicht gewollt war.

Direkte Demokratie


Bedenke, dass bei einem Volksentscheid ein gewichtiger Anteil der Abstimmenden immer maximal auf die Länge seines restlichen Lebens Rücksicht nimmt und komplexere Zusammenhänge, die damit verbunden sind, er aber nicht versteht oder verstehen möchte bei seiner Wahl außen vor lässt und einfach hofft, dass es nach der Auszählung schnell und trotzdem auch nachhaltig besser wird.

Schnell und nachhaltig schließen sich in der Regel aber aus. Das ist so als ob man Krebs mit einer einzigen, halbwegs gut schmeckenden Tablette loswerden kann.

Wer die Ergebnisse dieser direkten Wahl nicht mag, darf sich aber nur beschweren, wenn er/sie auch abgestimmt hat!

Drohungen und Gewalt als Mittel zur Erreichung eigener Ziele

Glaubst Du, dass die Androhung bzw. Anwendung von Gewalt Deinem Gegenüber bzw. „Gegner“ eher von Deiner Meinung überzeugen wird? Ganz sicher nicht. Wenn er Deinen Angriff überlebt, wird er wie ein verwundetes Tier alles daran setzen auch Dir Gewalt anzutun, weil Du dies auch gemacht hast. Gewalt ist der Auslöser für langen oder ewig währenden Hass auf den Anderen, der nur mit viel „miteinander Reden“ gelöst werden kann. Am Ende muss der Respekt gegenüber dem Anderen stehen und die Einsicht bzw. der beidseitige und niedergeschriebene Kompromiss, dass Jeder dem Anderen seinen Freiraum lässt, solange die Handlungsfreiheiten aller Parteien gewahrt bleiben. Werden sie mit Gewalt eingefordert sind wir nicht am vermutlich baldigen Ende eines Weges sondern durch seine spontane Krümmung wieder an dessen Anfang. Reden und Zuhören vermeidet die Krümmung dieser Strecke und führt zum einzig nachhaltigen Ziel einer wahren friedlichen Koexistenz aller Kulturen und Völker auf der Erde.

Muhammad Ali über seinen bzw. den Tod

Am Ende des Lebens zählt nur, wie wir uns gegenseitig behandelt und einander geholfen haben.

Das ist der absolute Wahnsinn, was er da in seinen jungen Jahren bereits sagte. Das sind genau meine Gedanken seit einiger Zeit – und ich bin kein Muslim. So denkt bestimmt auch nicht die große Mehrheit der Muslime, geschweige denn aller anders- oder nicht-gläubigen Menschen. Diese Worte sind – bis auf die Nennung von „Gott“, „Himmel“ oder „Hölle“ – für jeden nicht religiösen Menschen genau der Lebenshinweis, der das Leben hier auf Erden ausmacht, da dessen Evolution die Mischung aus immaterieller Unendlichkeit und häufiger Wiederkehr eines immateriellen Teils (der quasi unsterblichen Seele) ins Materielle darstellt. Und genau diese Worte können Ali wahrlich als gedanklich „The Greatest“ bezeichnen. Respekt Muhammad Ali für diese Worte in diesem Alter. Mögen Deine trauernden Fans (u. a. Herr Erdogan) genau das für ihre weitere Lebensgestaltung beachten und die Welt wäre (bis auf Boxen u. ä. Sportarten) friedlich. Die teils schlechte deutsche Grammatik und Rechtschreibung bei diesem Video soll hierbei keine weitere Rolle spielen…

Video: Muhammad Ali über seinen bzw. den Tod